Das Referendariat – FAQ Teil 1

Nach einer langen Zeit der Abwesenheit möchte ich heute einen der vielen versprochenen Beiträge zum Thema „Referendariat“ schreiben. In einer kleinen FAQ-Reihe werde ich alle möglichen Fragen zum Referendariat von der Anmeldung bis hin zum Examen beantworten. 

Wie bewerbe ich mich um eine Stelle im Vorbereitungsdienst?

Diese Frage beantworte ich für eine Stellenbewerbung im Land Nordrhein-Westfalen. Ich denke, in allen anderen Bundesländern wird es ähnlich ablaufen. Zunächst bewirbt man sich hier online. Dabei sucht man sich die jeweilige Bezirksregierung des Landes aus, gibt die Art des Abschlusses (1. Staatsexamen), Schulform, Fächerkombination, Sozialpunkte und sonstige für das Land total wichtige Angaben an. Nachdem man den Online-Teil der Bewerbung erledigt hat, druckt man diese aus. Der Ausdruck wird mit allen (un-)nötigen Bescheinigungen und einer beglaubigten Kopie der Geburtsurkunde zur entsprechenden Bezirksregierung geschickt. Falls du die Urkunde neu anforderst, kannst du auch gleich eine zweite mitnehmen. Zur Festeinstellung nach dem Referendariat brauchst die sowieso schon wieder – auch bei selbiger Bezirksregierung. Wenn du schon in einer Bürgerberatung bist, solltest du auch gleich mit dem entsprechenden Wisch der Regierung dein polizeiliches Führungszeugnis beantragen.

Welche (Einstellungs-)Termine und welche Fristen gibt es? 

In vielen Bundesländern beginnt das Referendariat zu Beginn des Schul- oder Halbjahres. In meinem Fall begann der Vorbereitungsdienst zum 01.05. oder zum 01.11. eines jeden Jahres. Die Bewerbung musste ein halbes Jahr vorher (zum 15. des Monats) der jeweilige Bezirksregierung vorliegen. Vorsicht! Nicht jedes Seminar eines Ortes bietet zu jedem Termin den Vorbereitungsdienst oder bestimmte Fächer an.
Ist die fristgerechte Bewerbung eingereicht worden, heißt es warten. Ich wusste vier Monate vor Antritt, welchem Seminarort ich zugeordnet war, und ca. 4-6 Wochen zuvor, welcher Schule ich zugeteilt worden bin.

Wie läuft der Einstieg in das Seminar und in die Schule?

Solltest du jetzt gerade zu oder vor Beginn deiner Ausbildung sein, machst du dir bestimmt schon Gedanken, was die nächsten 1 1/2 Jahre auf dich zukommen wird. Zunächst heißt es: Ankommen!
Das Seminar unterteilt sich je nach Ort in ein Kern- oder pädagogisches Seminar und in die jeweiligen Fachseminare.  Hier bekommst du von Beginn an alle wichtigen Infos über den Verlauf und zu den Formalitäten des Referendariats. Die Schule startet ein wenig wie ein Praktikum. Bis du unter Anleitung oder selbstständig unterrichtest, erstellst du dir einen Stundenplan und machst dich mit der Schule, den Kindern und den Kollegen vertraut. Auch hier wieder Vorsicht! Versuche sog. versteckte Regeln zu erkennen. Sei offen und freundlich. Erkenne die unausgesprochenen Regeln und Rollenverteilung innerhalb des Kollegiums und spiel einfach entsprechend mit, egal wie skurril es auch sein mag. Orientierung bieten dir Ausbildungsbeauftragte der Schule und deine Mentoren in den jeweiligen Fächern.
Tipp: Eine gute Bindung hilft, den Arbeitsalltag und die vielleicht manchmal stressigen Umstände zu überstehen. Es tut gut, sich alles von der Seele zu reden. In deinem Umfeld wird nicht jeder verstehen, was du während der Ausbildung durchmachen wirst.

 

Ich hoffe, der erste Teil meiner „Das Referendariat – FAQ“-Reihe hat dir gefallen und weitergeholfen. Im nächsten Teil möchte ich von euch gestellte Fragen beantworten und gehe etwas mehr auf Unterrichtsbesuche und Abläufe ein.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s