BESTANDEN – Endlich Lehrer!

Ja, es ist wahr. Ich habe das zweite Staatsexamen mit einem Schnitt von 1,5 bestanden. Wenn ich ehrlich bin, war es auch an der Zeit. Die Batterien waren fast leer und meine Nerven waren am Ende. Bevor ich die generell von den letzten Wochen und Monaten berichte, möchte ich mich heute dem großen Tag der Tage widmen.

Nun sind 1 1/2 Jahre fast vorbei. Die Prüfung ist am 29.09. gelaufen. Ein unwohles Gefühl gehört immer dazu, denn den Examenstag sollte man nicht unterschätzen. Ich habe es etwas, nun ich sage mal, übertrieben. Um es vorsichtig auszudrücken. Die Tage zuvor hatte ich trotz guter Vornoten und guter Vorbereitung Stress pur. Ich hatte noch nie einen solchen Prüfungsstress. Blutdruck und der Puls waren dauerhaft hoch. Ich habe Unmengen an Kaffee vernichtet, Papier gewälzt und ich wusste jeden Tag nicht, wo vorne und hinten ist. Begleitet wurde dieser Stress von Magen-Darm-Problemen und Migräne.
Warum das alles? Weil ich einen zu hohen Anspruch an mich selbst hatte bzw. Angst hatte, die von mir selbst hochgelegte Messlatte nicht mehr zu überwinden. Wenn ich jetzt zurückblicke, war ich gut vorbereitet und hatte keinen Grund für diesen Stress. Naja, merkt man auch erst im Rückblick.

Der Tag selbst ist mir nur noch schemenhaft in Erinnerung. Es fühlte sich an wie ein Rausch. Die erste unterrichtspraktische Prüfung lief gut. Der Tag verlief ab da an im Tunnelblick. Sonst sind die Tage in der Schule ab und an total langwierig. Besonders freitags. Der Prüfungstag verging wie im Flug. Obwohl ich sogar irgendwie Spaß dabei hatte, war ich nach dem Kolloquium todmüde.
Die Prüfer waren höchst kritisch und anspruchsvoll. Ich bin mit meiner Endnote zwar sehr zufrieden, aber mit Alltagsunterricht haben die UPPs nichts zu tun. Es wurden Kleinigkeiten bemängelt, damit es etwas zu bemängeln gibt. Das finde ich tatsächlich etwas schade. Sicherlich sollte man „perfekte“ Stunden vorbereiten können, aber die Durchführung – und sind wir mal ehrlich – muss nicht zu 100 % gelingen. Sehen Prüfungskommissionen übrigens ganz anders als ich.

Ich kann euch nur empfehlen, jegliche Zeit im Vorfeld zu nutzen, euch vorzubereiten. Macht euch nicht verrückt. Habt ein objektives Bild eures Könnens und vertraut darauf. Ganz wichtig: realistische Erwartungen. Hier gilt das Gleiche wie bei Unterrichtsbesuchen. Wer sich selbst und sein pädagogisches Handeln gut reflektiert, der braucht sich keine Sorgen machen.

So genug gequatscht. Die kommenden Wochen gibt es neue Beiträge und ganz viele Stories bzgl. der Vorbereitung des Examens. Ich habe überlegt, diese evtl. in Form eines Podcasts umzusetzen: Lehrer und Pod. So oder so ähnlich geht es also weiter.

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7 Gedanken zu “BESTANDEN – Endlich Lehrer!

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