Rezept zum Bestehen

Sicherlich fragen sich einige Leserinnen und Leser, weshalb ich lange Zeit inaktiv war. Der Grund ist: Erfolg! Ich habe die letzten Monate und Wochen meine letzten Unterrichtsbesuche bestreiten dürfen und kann stolz auf einen Durchschnitt von 1,25 als Vornote für das 2. Staatsexamen blicken. Bevor ich künftig meine Erfahrungen aus dem Referendariat und aus der Schule teile, möchte ich ein Rezept zum Bestehen dieser Zeit aufstellen. Zufällig benötigt man dafür keine Ausbildung zur Akrobatik (in Anlehnung an die sog. Zauberstunden) und keine schwarze Magie.

Folgende Punkte haben mir geholfen, das Referendariat bis hierhin zu bestehen:

Sei von dir selbst überzeugt! – Nichts hilft dir mehr als Selbstbewusstsein. Wenn du an dir selbst zweifelst, zweifeln auch andere an deiner Person. Ganz einfache Geschichte!

Geh konstruktiv mit Kritik um! – Ja, Kritik ist so eine Sache. Kritik ist eigentlich auch nur menschlich. Wir meckern an allem rum.  Bist du jedoch „beratungsresistent“, solltest du von Anfang an Perfektion innehaben. Sonst wird es verdammt schwer.

 Kenn deine Stärken! – Ja, Stärken sollte man nicht unterschätzen. Manchmal ist es abwegig, aber es gibt immer irgendetwas, das man besonders gut kann und in der Schule Anwendung finden kann. Glaub mir, dann fällt die Arbeit viel leichter. Somit kommen wir auch zum nächsten Punkt.

 Kenn deine Schwächen! – Versuch so gut wie möglich objektiv dich und dein Handeln zu reflektieren. Die Erkenntnis ist der Weg zur Besserung! Kennst du deine Schwächen, konzentrierst du dich z. B. in der Planung mehr auf deine Stärken oder du arbeitest an deinen Fehlern.

Erarbeite dir ein Standing!  – Zeig, dass du bereit bist, kompetent im Beruf zu agieren. Irgendwann begegnen dir die Kollegen dann auf Augenhöhe.

Sei nachsichtig! – Nicht nur mit dir selbst, sondern auch mit deinen Mitmenschen. Du wirst offensichtlich ab und an weniger Zeit haben. Nicht nur für dich, sondern auch für Freunde und Familie! Wenn sie meckern, versetz dich in ihre Lage. Nimm es dir nicht zu Herzen, aber nimm dir auch mal Zeit für die schönen Dinge im Leben.

Sei kein Ja-Sager! – Das setzt manchmal ein Standing voraus. Wenn deine Kapazitäten erreicht sind, musst du auch mal NEIN sagen!

Organisiere dich selbst! – Kein Uni-Stundenplan und kein Arbeitgeber gibt dir vor, wie du deine Arbeit organisierst. Wenn du dich noch nicht organisieren kannst, musst du damit anfangen. (Dazu folgt irgendwann ein Artikel. Versprochen!) 😉

Keep Calm! – …and give a F***! Ok, nein. So heftig nun auch nicht. Wenn aber mal ein Tag nicht so berauschend läuft, musst du es abhaken und am nächsten Tag weitermachen! Aufstehen, Dreck abputzen und weitermachen! Das ist die Devise!

Last but not least: Sei du selbst! – Definiere dich nicht durch die Arbeit, sondern definiere deine Arbeit durch deine Person! Egal, ob vor der Klasse oder in deiner Freizeit. Deine Schüler/innen brauchen keinen Abziehbild des typischen Lehrers und deine Freunde haben auch keine Lust einen Eintrag ins Klassenbuch zu bekommen, wenn sie dir bei einem Spieleabend mal nicht zuhören.

Diese Liste kann natürlich beliebig erweitert oder gekürzt werden. Nicht alle Punkte sind für jeden wichtig, aber einige treffen bestimmt auf jeden von uns zu. All denjenigen, die das Ref. anfangen oder gerade bestreiten, wünsche ich viel Erfolg und hoffe, ich konnte euch mit diesen Tipps ein wenig helfen.

PS: An alle Leidensgenossen, einen guten Start am Montag!

 

 

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