Ungewissheit und Tipps

kazura-bridge-1185992_640Der erste Monat im Referendariat (Start im Mai 2016) ist nun fast um. In dieser Zeit kam genug Stoff für Horrorgeschichten und Utopie zusammen: Schwierige Schulleiter/innen, schlechte Kollegien, strenge Fach- und Kernseminarleiter vs. Halbtagsjob und Ferien. Zunächst will ich ein paar Fragen stellen, die mir durch die Erzählungen anderer in den Sinn gekommen sind. Anhand der Fragen möchte ich eine kleinen „Liste mit Tipps“ erstellen, die mir aber vielleicht auch anderen helfen sollen. 

Fragen:
  1. Befürchtung: Was mache ich, wenn mich irgendwer nicht mag?

  2. Wird das Referendariat wirklich so zeit-intensiv und stressig, wie alle sagen?

  3. Wird es Prüfungsdruck geben und wie gehe ich damit dann um?

  4. Bin ich für den Lehrerberuf geschaffen?

Liste mit Tipps
  1. Ruhig Blut! Viele erzählen dir im Vorfeld Geschichten schlechter Erfahrungen. Mach‘ dir dein eigenes Bild und gehe vorurteilsfrei auf die Menschen zu. Sei dabei du selbst und spreche Probleme direkt und höflich an. Bei mir konnte sich keine der Erzählungen bislang bestätigen lassen. Geht man voreingenommen auf die Menschen zu, passiert es sicherlich schnell in Mustern zu verfallen. Nehm‘ deinen Kollegen und Vorgesetzen nicht alles übel. Jeder geht anders mit Stress um und den haben wir alle mal. So kann Kritik manchmal unsachlich und harsch erscheinen, was aber nicht böse gemeint sein muss.

  2.  Ach, ich glaube, wer eine gute zeitliche Planung hinlegt und Aufgaben nicht aufschiebt und konstant arbeitet, wird vielleicht eine 35- bis manchmal max. 40-Stunden-Woche haben. Das hat man in anderen Berufen auch und das gehört nun mal zum Erwachsenenleben dazu. Sicherlich wird es mal stressig, wenn man einen Unterrichtsentwurf für den Unterrichtsbesuch anfertigen muss. In meinem ZfsL (NRW) ist es so, dass man immer eine Reihenplanung und eine Gruppenanalyse der Unterrichtsskizze beifügen muss. Tipp: Erstelle vor jeder Unterrichtsreihe eine Reihenplanung und für jede Klasse eine Gruppenanalyse, egal ob du zu einem Besuch einlädst oder nicht. So sparst du dir vor dem Besuch eine Menge Arbeit auf dem letzten Drücker.

  3. Lehrer im Referendariat bedeutet, dass man noch in der Ausbildung ist. Sicherlich wird es Kritiken geben, aber betrachte dies als Möglichkeit, dich zu verbessern. Schöpfe daraus Inspiration und Kraft für neue Entwicklungsschübe. Perfekt sind wir zu Beginn alle nicht, daher sollte man in die Prüfungen bzw. bei Besuchen eine lockere Attitüde an den Tag legen. So ist man weniger angespannt und konzentriert sich hoffentlich auf das Wesentliche – den Unterricht.

  4. Wenn du ins Referendariat gekommen bist, bist du vielleicht nicht ganz falsch in der Schule. Wenn du selbst merkst, dass dir der Umgang mit den SuS gefällt, darin deine Passion siehst und du positives Feedback z. B. durch SuS oder Kollegen bekommst, dann bist du richtig! Sicherlich wird Kritik oft an an einem selbst und an der Entscheidung, Lehrer zu werden, kratzen. Nobody is perfect. Also Staub abklopfen und weiter geht’s. Dabei kann dir Tipp 3 helfen. Ganz Wichtig: Niemals an sich selbst zweifeln!

Mit Sicherheit kann ich jetzt nicht sagen, ob diese Tipps helfen. Das wird sich in kommenden Wochen und Monaten zeigen, daher werde ich die Listen zu den Fragen und Tipps zu einem späteren Zeitpunkt nochmal thematisieren und euch von meinen Erfahrungen berichten.

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3 Gedanken zu “Ungewissheit und Tipps

  1. Ich glaube, deine Zeitvorstellungen entsprechen leider nicht ganz der Realität. Du musst im Referendariat deutlich mehr investieren. Es wird in den ersten Berufsjahren sogar oft noch mehr Arbeit auf dich zukommen, aber mit weniger Druck von außen.

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    1. Erst mal vielen lieben Dank für deinen Beitrag! Ich möchte nicht behaupten, dass jede Woche „locker“ sein könnte. Ich habe bislang in den Ausbildungsseminaren ganz viele unterschiedliche Positionen dazu gehört und hoffe einfach, dass mit zeitlicher Planung sowie Herz und Seele zur Sache die nächsten 1 1/2 Jahre nicht all zu schwer werden. Ich lasse mich erstmal nicht aus der Ruhe bringen und blogge zu einem späteren Zeitpunkt, wie es laufen wird oder bislang gelaufen ist. 😉

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      1. Wow, da bist du echt ziemlich optimistisch. Das Praxissemester ist bei uns ein abgespaltener Teil des Refs, der ins Studium verlegt wurde, da musste ich also noch weniger Stunden halten als ein Referendar und bin trotzdem auf 45-50 Stunden die Woche gekommen… Vor allem vor Unterrichtsbesuchen, da saß ich echt unfassbar lange an den Stunden!

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